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Weihnachtsoratorium 2017

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Matthäuskirche Mannheim 10. März 2018  ...

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.... aus:

Lope de Vega – Pastores de Belen / Hirten von Bethlehem (1612)

 

"... Nachdem die Sonne den Schützen verlassen hatte und in das Zeichen der schönen Amalthea getreten war – die als Ziehmutter Jupiters heute zu den Figuren gehört, welche die neugierige Astrologie an den Himmel malt -, begann der strenge Winter so sehr seine Unerbittlichkeit zu zeigen, dass die Hirten von Bethlehem sich in den Nächten zusammentaten, um große Flackerfeuer auf den Feldern zu entfachen. Sie rammten ein paar Pfosten ein, flochten Weidenruten, Eichenzweige und Tamariskengeäst hindurch und schufen sich so eine Schutzwehr gegen den Wind, wie die Herren in der Stadt mit den beschlagenen, gefütterten Doppeltüren am Eingang ihrer Säle.

Starr vor Kälte, blökten ring um das Feuer die Schäflein, dicht drängte sich in den Pferchen eins an das andere während der langen, eisigen Nächte, und morgens war ihre Wolle von Reif überdeckt wie die Wipfel der reglosen Bäume. Manchmal hatten die reinen Flocken weißen Schnees Himmel und Erde in dieselbe Livree gehüllt. Die Hirten, eingemummt in ihre rauhen Mäntel, sehnten die Ankunft der Sonne herbei, deren Strahlen das Weiß verschwinden lassen und die Pfade wieder zum Vorschein bringen würden.

Tot fielen die Vögel zur Erde, weil es nirgendwo Körner für sie gab; nicht einmal die Blätter fanden sie an den Bäumen: fortgeweht waren sie oder vom Frost verdeckt. Die Bären hielten sich in den dunklen Höhlen am Leben, indem sie sich den Saft von den Tatzen leckten, und die übrigen Tiere kamen, vom Hunger getrieben, bis zu den Herden der Hirten, wo die Hunde mit lautem Gebell, das durch alle die Täler schallend widerhallte, die Schläfer weckten, die mit Steinschüssen aus ihren Schleudern das Raubzeug aus der Nähe der Herden verjagten.

 

In diesem Jahr siebenhundertzweiundfünfzig nach der Gründung Roms, dem dreitausendneunhundertsiebzigsten seit der Erschaffung der Welt, dem zweiundvierzigsten Regierungsjahr Kaiser Octavians, der zu Recht als erster vom römischen Volk den Namen Augustus erhielt, nach dem er als Sieger über Marc-Antonius und Bezwinger Ägyptens heimgekehrt war, als Befrieder der Welt, denn nirgendwo auf der Erde gab es auch nur ein Geplänkel von Krieg – in diesem Jahr also schloss Augustus zum dritten Mal den Janustempel, der zwölf Jahre ungeöffnet blieb, und er ließ, um zu erfahren, wie das Reich der Römer sich ausdehnte, einen Erlass verkündigen, der gebot, dass alle, die ihm untertan waren, sich einschreiben und zu erkennen geben müssten. Diese Erhebung hatte einen doppelten Zweck: einmal sollte die Anzahl der Untertanen festgestellt werden; zum anderen sollte jeder neben dem Namen seine Befähigung, sein Geschäft, seine Güter benennen, damit er demgemäß Steuern zahle an den römischen Herrscher. Jeder eilte also jeweils zu dem Ort, der die Hauptstadt jener Provinz war, aus der er stammte. Denn es war Sitte bei den Hebräern, dass man zur Zählung sich einschreiben ließ bei seiner Familie und seinem Stamme. So groß war übrigens damals das Imperium der Römer, dass unter allen Völkern der bekannten Welt nur die Goten, die Armenier und die Inder ihnen nicht tributpflichtig waren.

Diese Zählung schien am Ende mehr für den neuen, erhabenen Herrscher zu geschehen, der da geboren werden sollte, als für den genannten Octavian – was er anscheinend selbst zu verstehen gab, als er die Schmeichelei des Senats und des römischen Volkes zurückwies, die ihn als höchsten Herrscher verehren und zugleich in die Reihe ihrer vermeintlichen Götter aufnehmen wollten. Befehligt wurde die Zählung von dem Präsidenten Syriens, namens Cyrenius, dem hierfür auch Judäa unterstellt worden war, wo ansonsten Herodes als König regierte. ..."

 

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... und wie vordem gilt:

Neue Mitspieler sind uns willkommen!

Gerne vergrößern wir unsere Streichergruppen

und würden ggf. auch unser Programm-Repertoire

mit neu hinzukommenden Blechbläsern erweitern.

Die Möglichkeit uns kennenzulernen bietet sich

jeden Montag, 19 h 45 in der Aula der FWS.

 

Erkundigungs- und Ansprech-Personen sind:

 

- Klaus Günther kguenther•hd(at)freenet•de 06221-409 446 / 0178-90 62 444

- Angelika Kaune angelika•kaune(at)web•de (Konzertmeisterin) 0621-84 151 52 / 0176–99 1212 60

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